Das Bedürfnis nach Autonomie und Bindung

  • Als Beispiel: Ist der Vater der Mutter verstorben, als sie selbst noch Kind war, kann es sein, dass sie unbewusst versucht hat, ihrer trauernden und deshalb nicht anwesenden Mutter den Partner zu ersetzen. Sie begibt sich sozusagen in den Raum ihres verstorbenen Vaters, um die Liebe ihrer Mutter zu bekommen und ihr zu helfen. Deshalb konnte sie selbst nicht richtig Kind sein und verliert damit ein Stück Achtung vor ihrer Mutter und damit die Achtung vor sich selbst. Als Erwachsene sucht sie unbewusst einen Mann, der ihren Vater ersetzen soll. Das ist natürlich keine gleichwertige Partnerschaft und kann nicht wirklich gut gehen. Der "gute" Sohn dieser Eltern versucht  vielleicht unbewusst, der Mutter den verstorbenen Vater zu ersetzen, weil es das ist, was ihr eigentlich fehlt. Unbewusst macht er damit seinem Vater den Platz streitig, was natürlich auch nicht gut gehen kann. Der Sohn kann dann auch nicht wirklich Kind sein, verliert dadurch die Achtung vor seiner Mutter und seinem Vater. Der Sohn wird sich vermutlich schwer tun, später eine ebenbürtige Partnerschaft einzugehen. Er hat es ja nicht anders gelernt.
  • Die "gute" Tochter dieser Eltern übernimmt vielleicht das schlechte Männerbild der Mutter - vertraute Personen verlasssen einen sowieso - Partnerschaft ist eh unsicher . . . oder sie sucht sich als Erwachsene ebenfalls einen Mann als Vaterersatz.

Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich und abhängig vom individuellen Wesen und anderen Erlebnissen in der Kindheit.

Aus Liebe oder Loyalität zu seinen Eltern kennt sich das Kind im inneren Raum der Eltern besser aus, als in seinem eigenen inneren Raum. Daraus entsteht dann eine symbiotische Beziehung.

Jessika Vogeler

Heilpraktikerin für Psychotherapie

in der Praxis Numia

Unertlstraße 37
80796 München

info@yessika.de
Tel.: 0176-56808330

 

 

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